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Gleitzeitrechner

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Tageseingabe

Min.

Mehrere Pausen? Einfach addieren oder einzeln eintragen.

Deine vertragliche Tagesarbeitszeit (z. B. 8,0 oder 7,7)

Std. (z. B. +3:30 oder −1:15)

Format: +H:MM oder −H:MM. Wird aus deinem letzten Besuch vorausgefüllt.

Verdienst aus Überstunden berechnen

Wenn du wissen möchtest, was deine angesammelten Überstunden an Vergütung bedeuten, hilft unser Überstundenrechner mit detaillierten Zuschlagsstufen weiter.

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Neues Gleitzeitkonto

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Tagesübersicht

07:30 Soll: 8h 16:45
So wird gerechnet

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Gleitzeitrechner mit Tagessaldo und Überstundenkonto

So funktioniert die Berechnung

Die Grundformel ist simpel: Arbeitsende − Arbeitsbeginn − Pausen = Netto-Arbeitszeit. Ziehst du davon deine Soll-Arbeitszeit ab, erhältst du den Tagessaldo. Ein positiver Saldo bedeutet Plusstunden, ein negativer Minusstunden.

Beispiel: Beginn 07:30, Ende 16:45, Pause 30 Min. → Brutto: 9:15, Netto: 8:45, Soll: 8:00 → Tagessaldo: +0:45.

Das Gleitzeitkonto führt diese Salden fortlaufend: Neues Konto = Bisheriges Konto + Tagessaldo. So siehst du über Wochen und Monate, ob du Plus- oder Minusstunden ansammelst.

Falls du deinen Stundenlohn aus dem Monatsgehalt ermitteln möchtest, um den Geldwert deiner Plusstunden zu berechnen, hilft dir unser Stundenlohnrechner.

Was ist ein Gleitzeitkonto?

Ein Gleitzeitkonto (oder Arbeitszeitkonto) erfasst die Differenz zwischen tatsächlich geleisteter und vertraglich vereinbarter Arbeitszeit. Es ist das Herzstück eines jeden Gleitzeitmodells, und seit dem BAG-Urteil 2022 zur Arbeitszeiterfassung relevanter denn je.

Kernarbeitszeit vs. Gleitzeit: Die meisten Modelle definieren einen Kernzeitrahmen (z. B. 09:00-15:00), in dem Anwesenheitspflicht besteht. Davor und danach liegt die Gleitspanne, in der du flexibel beginnen und enden kannst. Manche moderneren Modelle arbeiten mit „Funktionszeit" statt fester Kernzeit, hier zählt nur, dass das Team erreichbar ist.

Typische Kappungsgrenzen in der Praxis: +40 bis +80 Stunden Obergrenze, −10 bis −20 Stunden Untergrenze. Alles darüber verfällt bei manchen Arbeitgebern am Monats- oder Quartalsende, ein guter Grund, den Überblick zu behalten.

Typische Fehler beim Gleitzeitkonto

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Pausen doppelt abziehen: Manche Zeiterfassungssysteme ziehen gesetzliche Pausen automatisch ab. Wenn du dann noch manuell eine Pause einträgst, wird sie doppelt gezählt. Prüfe, ob dein System automatische Abzüge macht.

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Brutto- und Netto-Arbeitszeit verwechseln: 9 Stunden Anwesenheit ≠ 9 Stunden Arbeitszeit. Vergiss nicht, dass unbezahlte Pausen abgezogen werden müssen.

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Kappungsgrenze ignorieren: Wenn dein Arbeitgeber eine Obergrenze hat und du darüber kommst, verfallen die Stunden eventuell. Lieber rechtzeitig Freizeitausgleich nehmen.

×

Nachtschicht nicht berücksichtigen: Wenn du über Mitternacht arbeitest (z. B. 22:00-06:00), muss der Rechner dies als Übernacht-Schicht erkennen, sonst wird eine negative Arbeitszeit berechnet.

Rechtliches zur Gleitzeit (ArbZG)

Das Arbeitszeitgesetz setzt den Rahmen für jedes Gleitzeitmodell:

  • Höchstarbeitszeit: 8 Stunden/Werktag, ausdehnbar auf 10 Stunden bei Ausgleich innerhalb von 6 Monaten (§3 ArbZG)
  • Ruhezeit: Mindestens 11 ununterbrochene Stunden zwischen zwei Arbeitstagen (§5 ArbZG)
  • Pausen: 30 Min. bei >6 Std. 45 Min. bei >9 Std. Arbeitszeit (§4 ArbZG)
  • Aufzeichnungspflicht: Seit dem BAG-Urteil (13.9.2022, 1 ABR 22/21) sind Arbeitgeber verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit zu erfassen

Unser Rechner warnt dich, wenn deine eingetragene Tagesarbeitszeit die 10-Stunden-Grenze überschreitet. Das ist keine Rechtsberatung, sondern ein informeller Hinweis.

Für die tägliche Arbeitszeitberechnung mit gesetzlichem Pausencheck bietet sich unser Arbeitszeitrechner auf der Startseite an, dort wird automatisch geprüft, ob deine Pausen den ArbZG-Mindestanforderungen genügen.

Arbeitszeitgesetz (ArbZG): Volltext →

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Häufige Fragen

Wie berechnet man das Gleitzeitkonto?

Ist-Arbeitszeit minus Pausen minus Soll-Arbeitszeit ergibt den Tagessaldo. Dieser wird zum bestehenden Gleitzeitkonto addiert (bei Plus) oder subtrahiert (bei Minus). Beispiel: 9 Stunden gearbeitet, 30 Min. Pause, 8 Stunden Soll → Tagessaldo: +0:30 Stunden.

Was passiert mit Minusstunden auf dem Gleitzeitkonto?

Minusstunden bedeuten, dass du weniger als die Soll-Arbeitszeit gearbeitet hast. Sie werden vom Gleitzeitkonto abgezogen. Die meisten Betriebsvereinbarungen erlauben ein bestimmtes Minus (z. B. −20 Stunden). Wird die Grenze dauerhaft überschritten, kann der Arbeitgeber Maßnahmen einleiten.

Wie viele Überstunden darf ich maximal ansammeln?

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzt keine direkte Obergrenze für das Gleitzeitkonto. Die maximale tägliche Arbeitszeit beträgt 10 Stunden (§3 ArbZG), der Wochendurchschnitt darf 48 Stunden nicht überschreiten. Betriebsvereinbarungen enthalten oft Kappungsgrenzen (z. B. +40 oder +80 Stunden).

Gilt Gleitzeit auch im öffentlichen Dienst (TVöD)?

Ja, viele öffentliche Arbeitgeber bieten Gleitzeitmodelle an. Im TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) sind Regelungen zu Kernarbeitszeit und Gleitzeitrahmen häufig in Dienstvereinbarungen geregelt. Die Soll-Arbeitszeit beträgt im TVöD-Bund 39 Stunden/Woche.

Werden Überstunden auf dem Gleitzeitkonto ausgezahlt?

Das hängt von der Betriebsvereinbarung ab. Manche Arbeitgeber zahlen Guthaben über einer bestimmten Grenze aus (oft mit Zuschlag), andere erwarten den Abbau durch Freizeit. Eine pauschale gesetzliche Regelung gibt es nicht. Unser Überstundenrechner hilft dir, den Geldwert deines Guthabens zu schätzen.

Ist dieser Rechner rechtsverbindlich?

Nein. Der Rechner dient der persönlichen Orientierung und Dokumentation. Für die offizielle Arbeitszeiterfassung ist das vom Arbeitgeber bereitgestellte System maßgeblich. Seit dem BAG-Urteil 2022 sind Arbeitgeber zur systematischen Zeiterfassung verpflichtet.

Tom Klein, Leitender Fachredakteur
Fachredaktion & Qualitätsprüfung
Tom Klein

Gründer & Fachredakteur für deutsches Arbeitszeitrecht & Lohnabrechnung

Über 10 Jahre Erfahrung in der rechtssicheren Arbeitszeitgestaltung und Entgeltabrechnung. Alle Berechnungen basieren auf den aktuellen Gesetzen (ArbZG §§ 3-5, BAG 1 ABR 22/21) und Richtlinien des Bundesarbeitsgerichts.

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Zuletzt geprüft am 15. August 2026 · Rechtsgrundlage: ArbZG §§ 3-5, BAG 1 ABR 22/21 · Redaktion Tom Klein